Von Pößneck durch die Zechsteinriffe
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Obere Friedhof in Pößneckf. Wir gehen in Richtung Brandenstein. Bald haben wir freie Sicht in die Orlasenke und auf die Heide. Wir sehen zahlreiche Zechsteinriffe, wie...
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Obere Friedhof in Pößneckf. Wir gehen in Richtung Brandenstein. Bald haben wir freie Sicht in die Orlasenke und auf die Heide. Wir sehen zahlreiche Zechsteinriffe, wie links unseres Weges den bewaldeten Erzberg, unten den Felsenberg und den Schlechteberg.
►►► Die Orlasenke reicht von Triptis bis etwa Unterwellenborn. Vor etwa 240 Millionen Jahren gab es hier ein Flachmeer. Beim Eindampfen kam es zur Ablagerung von Kalken, Salzen, Gips u.a. Im Flachwasserbereich (die heutige Senke lag am Rand dieses Meeres) bauten Moostierchen gewaltige Kalkriffe auf, die später als „Härtlinge“ der Erosion widerstanden, wie Ranis, Brandenstein, Haselberge, Altenburg, Döbritzer Berge und Totenstein, während das weichere Gestein angetragen wurde. Nördlich der Senke beginnt das Buntsandsteingebiet der Heide mit den weiten Kiefernwäldern an. Die höchste Erhebung im Pößnecker Raum ist der Hummelsberg (370 m). Nach Süden steigt das Schiefergebirge recht steil an (Kleinaer Höhe, 530 m) mit den Plothener Teichen und den Saale – Talsperren Bleiloch und Hohenwarte. Die höchste Erhebung des Saale – Orla - Kreises ist der Sieglitzberg (733 m).
►►► Jenseits des Tales fallen uns nun die weißen Wände bei Krölpa auf. Hier werden Kalke und Gipse abgebaut (rechts). Wir kommen an den Brandensteiner Weg. Nach Passieren des bewaldeten hufeisenförmigen Breiten Berges, Brandenstein ist bereits zu sehen, steigen wir zu einem kleinen Bergrücken hinauf mit Blick zurück auf Brandenstein (links). Auch hier schauen wir wieder auf einige Riffe, z.B. den Jägersberg (385 m). Wir wandern allmählich bergab. Die zahlreichen Wachholdersträucher weisen auf den kalkhaltigen Boden).
►►► Wir setzen unsere Wanderung in Richtung Wernburg etwa 600 m fort und schauen auf den lang gestreckten Haselberg, der ebenfalls aus Zechstein besteht. Wir wenden uns nach links und wandern in dem schönen Waldgebiet „Hain“ allmählich abwärts. Der Wanderweg führt erst zwischen Gartenanlagen, dann an Häusern vorüber, bis wir etwa an der Schokoladenfabrik auf die Straße Pößneck – Ranis stoßen. Von hier kommen wir in wenigen Minuten zum Ausgangspunkt.
Dieter Kögler, Wanderungen der Volkssolidarität Oberland e.V.
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Oberer Friedhof Pößneck
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