Graveltour - Leipzig - Sachsen - Sachsen Anhalt - Brandenburg - Potsdam
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Graveltour Leipzig nach Potsdam
Tourenbericht: Von Leipzig nach Potsdam – als Rennradtour geplant, als Gravelabenteuer erlebt
Datum: 18. Oktober 2025
Distanz: ca. 180 km
Höhenmeter: rund 1.100 hm
Route: Leipzig → Lutherstadt Wittenberg → Hoher Fläming → Bad Belzig → Beelitz → Potsdam
Wetter: Kalt am Start, später traumhaft sonnig – blauer Himmel, leichter Wind
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Ein frostiger Start in Leipzig
Noch liegt Dunst über den Straßen, als mein Tacho die ersten Meter zählt. Es sind kaum über null Grad – die Finger steif, der Atem bildet kleine Wolken. Leipzig zeigt sich in dieser frühen Stunde still und klar. Doch schon nach den ersten Kilometern weicht die Kälte dem Rhythmus meiner Beine. Mit dem ersten Sonnenlicht kommt Leben in den Tag, auch wenn es noch dauert, bis ich meine Finger wieder richtig spüre.
Hinter dem Stadtrand wird es ruhig – der Verkehr versiegt, die Geräusche werden gedämpft. Nur das Surren der Kette und das Knacken der Schaltung begleiten mich hinaus ins Land. Die Radwege hier sind erstaunlich gut gepflegt und machen richtig Spaß.
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Durch Sachsen – lebendige Dörfer und ruhige Wege
Je weiter ich mich von Leipzig entferne, desto schöner wird die Strecke. Kleine sächsische Dörfer mit frisch gestrichenen Fassaden, Blumenkästen und gepflegten Höfen säumen den Weg – man merkt, hier wird mit Herz gelebt. Zwischen Feldern und Alleen rollt es leicht, die Sonne steht nun höher, das Blau des Himmels zieht sich makellos über die Landschaft. Ich genieße die Ruhe, den leichten Fahrtwind und das Gefühl, einfach unterwegs zu sein.
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Lutherstadt Wittenberg – Kulturpause mit Geschichte
Nach etwa 90 Kilometern taucht die Silhouette von Lutherstadt Wittenberg auf. Ich überquere die Elbe über die imposante Brücke, das Wasser glitzert im Sonnenlicht. Ein kurzer Schlenker führt mich direkt zum Marktplatz – und da steht er: Martin Luther, in Bronze gegossen, das Rathaus im Rücken, seine Thesen in Stein am Portal verewigt.
Ich lehne mein Rad an, gönne mir eine Pause und lasse den Moment auf mich wirken. Geschichte und Bewegung treffen sich hier – ein stiller, beeindruckender Augenblick, bevor es weitergeht.
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In den Hohen Fläming – Wind, Wellen und alte Mauern
Hinter Wittenberg ändert sich der Charakter der Tour deutlich. Der Wind frischt auf, die Landschaft wird hügeliger. Alte Kopfsteinpflasterpassagen, Feldwege und erste Schotterstücke kündigen an: Die geplante Rennradtour verwandelt sich in eine waschechte Gravel-Tour.
Ich fahre vorbei an alten Fachwerkhäusern und stillen Dörfern, durch Felder und Wälder, bis schließlich eine Burg über den Baumwipfeln auftaucht – die Burg Eisenhardt in Bad Belzig. Nach rund 120 Kilometern mache ich hier eine längere Rast. Der Blick von der Burg hinab auf die Stadt ist die perfekte Belohnung für die bisherige Strecke.
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Von Bad Belzig nach Beelitz – Schotter, Staub und Durchhaltewillen
Die nächste Etappe zieht sich ordentlich. Viele Abschnitte bestehen aus losem Untergrund, Waldwegen und bröckelndem Asphalt. Meine Rennradreifen kämpfen sich durch Sand und Wurzeln – das ist kein leichtes Rollen mehr, sondern ehrliches Arbeiten.
In Brück passiere ich den großen Truppenübungsplatz – weite Flächen, der Wind weht frei, kaum ein Mensch unterwegs.
Hinter Beelitz wird die Strecke bekannter: Beelitz-Heilstätten, beeindruckende alte Gebäude, ein Ort voller Geschichte. Der R1-Fernradweg, auf dem ich weiterfahre, hat allerdings seine besten Tage hinter sich. Wurzeln haben den Asphalt aufgebrochen, Schlaglöcher verlangen höchste Aufmerksamkeit. Es wird Zeit, dass hier dringend saniert wird – teilweise ist es eine echte Herausforderung, dort zu fahren.
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Der Weg nach Potsdam – Wasser, Licht und Finale
Die Kilometer summieren sich, die Beine sind schwer, aber das Ziel kommt näher. Ich überquere zuerst die A9, dann die A10 – und plötzlich bin ich innerhalb des Berliner Rings. In Ferch öffnet sich der Blick auf den Schwielowsee – glitzerndes Wasser, spiegelglatte Oberfläche, ein Bild wie gemalt.
Ich entscheide mich, am Ufer entlangzufahren statt den direkten Weg zu nehmen – die beste Entscheidung des Tages. Der Radweg am Schwielowsee ist traumhaft: ruhig, glatt, begleitet vom warmen Sonnenlicht, das durch die herbstlichen Bäume fällt.
Kurz vor Potsdam fahre ich am Luftschiffhafen, dem Olympiastützpunkt, vorbei und erreiche schließlich das Neue Palais im Park Sanssouci – ein grandioser Schlusspunkt für eine große Tour. Hier gönne ich mir noch eine letzte Pause mit perfektem Blick, bevor ich schließlich nach Bornim rolle – zufrieden, erschöpft und glücklich.
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Fazit: Eine Tour mit Charakter
Was als reine Rennradtour begann, endete als echtes Gravel-Abenteuer – abwechslungsreich, fordernd und voller Eindrücke.
Die Kombination aus Kälte am Start, Sonne am Tag, historischen Städten und naturbelassenen Wegen machte diese Strecke zu einer echten Erlebnisroute.
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