Digitale Radroute Osttour Lage
Die Digitale Radroute Osttour Lage ermöglicht eine umfassende Erkundung des östlichen Stadtgebietes von Lage. Diese Rundtour ist als fahrradtauglich konzipiert und bietet entlang ihrer Strecke eine Vielzahl...
Die Digitale Radroute Osttour Lage ermöglicht eine umfassende Erkundung des östlichen Stadtgebietes von Lage. Diese Rundtour ist als fahrradtauglich konzipiert und bietet entlang ihrer Strecke eine Vielzahl kulturell interessanter Punkte sowie Einkehrmöglichkeiten und Unterkünfte.
Die Route beginnt am Marktplatz, einem zentralen Ausgangspunkt, der das historische Rathaus, die Marktkirche und den Zieglerbrunnen als erste Stationen präsentiert. Der Zieglerbrunnen, ein Zeugnis der regionalen Zieglertradition, verweist auf die historische Bedeutung des „Mäckelmakrtes“. Die Marktkirche St. Johann, deren Ursprünge auf das Jahr 900 n. Chr. zurückgehen, beeindruckt mit einer der ältesten Kirchenglocken Lippes und einer Barockorgel aus dem Jahr 1707. Das historische Rathaus, zwischen 1863 und 1865 erbaut und später durch Gustav Meßmann umgestaltet, prägt das Stadtbild.
Ein weiteres kulturelles Highlight stellt das Technikum dar, ein im neoklassizistischen Stil errichtetes Gebäude, das einst als Ingenieurschule diente und heute ein vitales Kulturzentrum beherbergt, in dem Musikschule, VHS Lippe-West und die Kunststiftung Sibylle Dotti aktiv sind. Der Sedanplatz, als ehemaliger Bahnhofsvorplatz um 1900 angelegt, fungiert heute als repräsentatives „Tor“ zur Stadt und ist die letzte verbliebene historische Grünfläche dieser Art in Lippe.
Die Route führt weiter zu den Johannissteinen, drei imposanten Granitblöcken aus der Eiszeit, die als Boden- und Naturdenkmal eine besondere Atmosphäre entfalten. Ihre Ausrichtung und Einmeißelungen weisen auf eine mögliche Nutzung als prähistorische Kalenderanlage hin. Das umgebende Biotop offeriert zudem weitläufige Ausblicke über die Landschaft von Lage. Ein sensorisches Erlebnis bietet der Botanische Duftgarten von TAOASIS, wo über 200.000 Pflanzen, darunter ein großes Lavendelfeld und zahlreiche aromatische Heilpflanzen, die Sinne ansprechen.
Das Kirchdorf Heiden, erstmals 1151 erwähnt, besticht durch seine gotische Hallenkirche mit gedrehtem Kirchturm und die umgebenden Fachwerkhäuser, die eine malerische Kulisse für eine Rast bilden. Das Naturschutzgebiet Hardisser Moor, 1981 ausgewiesen, schützt den Talraum des Oetternbachs und seine angrenzenden Flächen, wodurch es einen wertvollen Lebensraum für diverse Pflanzen- und Tierarten sichert.
Ein tieferer Einblick in die Industriegeschichte Lippes wird im LWL-Industriemuseum Ziegelei Lage gewährt, dessen Kern die historischen Fabrikgebäude der ehemaligen Ziegelei Beermann bilden. Hier wird der Alltag und die Arbeit der lippischen Ziegler:innen lebendig vermittelt. Der Stadtwald Lage, ein etwa 50 Hektar großes Areal, zeichnet sich durch seinen Baumartenreichtum, eine Obstwiese und zahlreiche Altbäume aus, was sein ökologisches Interesse unterstreicht. Der Friedenspark schließlich, ursprünglich ein Friedhof aus dem 18. Jahrhundert, bewahrt alte Grabsteine und beherbergt ein Kriegerdenkmal sowie eine Gedenkstele aus rotem Ziegel, die an das Schicksal der jüdischen Bewohner:innen Lages erinnert.
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