Kleine Rundlingstour
Rundlings-Hopping mit dem Auto
Von runden Dörfern und schönem Landleben
Das Wendland ist berühmt für seine Rundlingsdörfer. Über einhundert der wendländischen Dörfer sind noch heute deutlich als Rundlinge...
Rundlings-Hopping mit dem Auto
Von runden Dörfern und schönem Landleben
Das Wendland ist berühmt für seine Rundlingsdörfer. Über einhundert der wendländischen Dörfer sind noch heute deutlich als Rundlinge zu erkennen. Die Haupthäuser mit ihren oft schön verzierten Giebeln stehen im Kreis rund um den Dorfplatz, während sich dahinter die Höfe und Felder wie ein Keil ausstrecken. Viele von ihnen liegen im Gebiet des „Niederen Drawehn“, dem Ausläufer einer Endmoränenlandschaft zwischen den Orten Lüchow, Wustrow, Clenze und Waddeweitz. 19 besonders gut erhaltene, sehenswerte Rundlingsdörfer wurden als Kernzone der „Kulturlandschaft Rundlinge im Wendland“ für ein UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen. Durch viele von Ihnen führt Sie diese Tour und ermöglicht es Ihnen dabei, sich einen Eindruck von der besonderen Dorfform, den historischen Hallenhäusern und dem Leben in den Rundlingen zu verschaffen.
1 START
Unsere Tour startet in Lübeln, einem der größten Rundlinge mit zwölf gut erhaltenen Höfen rund um den Dorfplatz. In einem der Hallenhäuser ist das Rundlingsmuseum untergebracht, das in seinem großzügigen Hinterland als Freilichtmuseum das Leben vor 150 Jahren präsentiert. Ein sehr lebendiger Rundgang zeigt das damalige Leben auf den Höfen und in den Gärten. In den historischen Handwerksstätten arbeiten wie damals Schmied, Bäcker oder Weberinnen und in Ausstellungen bekommen Sie jede Menge zusätzliche Informationen. In der Vorhalle des Museums befindet sich außerdem ein kleiner Laden, in
dem wendländische Kunsthandwerker ihre Werke verkaufen.
Rundlingsmuseum | 29482 Lübeln 2 | Tel. 05841 - 962 930 | www.rundlingsmuseum.de
Apr. - Okt.: Di - So 10:00 – 17:00 Uhr | montags Ruhetag
2 10,9 km • 17min
Von Lübeln geht es über Gühlitz, Naulitz, Schwiepke und Püggen in das etwa 6,5 km entfernt liegende Diahren. Nach einem Dorfbrand wurde 1808 ein Teil Diahrens begradigt, deshalb zieht es sich eher in länglicher Form dahin. Mehrere große Vierständer-Hallenhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert stehen noch heute rings um den Dorfplatz und bestimmen zusammen mit den alten Eichen das Dorfbild von Diahren. Rund 70 Einwohner leben hier.
3 3,3 km • 5 min
Nächste Station der kleinen Rundtour ist Diahrens Nachbardorf Prießeck. Auch dieses Dorf ist, wie so viele andere, einmal durch einen Großbrand zerstört worden. Hauptgrund für die verheerenden Brände waren die Strohdächer, mit denen die Häuser zu dieser Zeit gedeckt wurden. Das getrocknete und gebündelte Roggenstroh bot zwar einen sicheren Schutz vor Regen und Wind, aber im Sommer trocknete es oft aus. Dann reichte ein einziger Funke und die Dächer brannten innerhalb kürzester Zeit lichterloh. Noch heute erinnern viele Spruchbalken an den wiedererrichteten Häusern an diese Brandkatastrophen. Als Prießeck 1780 auf diese Weise zerstört wurde, waren gerade die relativ seltenen Dreiständerhallenhäuser in Mode. Prießeck ist daher der einzige Rundling, in dem noch heute gleich drei dieser seltenen Gebäude bewundert werden können.
4 2,6 km • 4 min
Ein besonders schöner Rundling findet sich auch in Bussau. Das Dorf mit seinen ungewöhnlich vielen denkmalgeschützten Steilgiebelhäusern aus dem 19. Jahrhundert verfügt über einen fast kreisrunden Dorfplatz. Etwas außerhalb des Rundlings befindet sich eine Wassermühle aus dem 15. Jahrhundert, die seit 1956 stillsteht. Zu der kleinen Kirche gehört noch heute ein Feldsteinkirchturm aus dem Mittelalter. Sie war früher auch für die Menschen aus den umliegenden Dörfern von großer Bedeutung.
5 8,2 km • 16 min
Nach einer etwa 15-minütigen Fahrt entlang von Wiesen, Feldern und durch mehrere andere kleine Dörfer, darunter Mammoißel, mit einem sehr schönen Rundling, erreicht man als nächstes Lensian. Für ein Rundlingsdorf unüblich ist hier die breite, den Ort durchschneidende, Straße. Dabei handelt es sich nicht um eine neu angelegte Straße der heutigen Zeit. Schon im 18. Jahrhundert wurde diese Ortsverbindungsstraße in
Aufzeichnungen erwähnt. Als im Jahr 1814 die südliche Hälfte des Dorfes durch ein Feuer vernichtet wurde, war es wohl diese Straße, die die übrigen Häuser rettete. Nur knapp 30 Jahre später verbrannte die zweite Dorfhälfte ebenfalls, sodass die ältesten Häuser Lensians heute vier Hallenhäuser und zwei Scheunen sind, die aus dem Jahr 1814 stammen.
6 0,8 km • 1 min
Nur einen Katzensprung von Lensian entfernt liegt Schreyahn, der als einer der schönsten Rundlinge des Wendlands gilt. Neben seinem dichten Bestand an giebelständigen Vierständer-Hallenhäusern, zeichnet sich Schreyahn vor allem durch seine geschlossene Dorfstruktur und dem schön bewachsenen und gepflegten Dorfplatz aus. Nicht nur den Menschen gefällt es hier. Auf einem der Dächer hat sich auch ein Storchenpaar häuslich niedergelassen und zieht in seinem Nest auf einem alten Schornstein alljährlich seine Jungen auf.
7 5,1 km • 8 min
Etwa 3 km nördlich von Schreyahn liegt Jabel, das am besten über Güstritz zu erreichen ist. Auch hier sollten Sie auf Ihrer Tour durch die Rundlinge einen Zwischenstopp einlegen. Nachdem in diesem Dorf der nordöstliche Teil des Rundlings im Jahr 1838 abbrannte, wurde dieser Dorfteil als Straßendorf wiederaufgebaut. Während die keilförmige Rundlingsstruktur auf der westlichen Seite des Dorfes noch deutlich zu erkennen ist, sind die übrigen sechs Höfe nebeneinander entlang der Straße angeordnet. Jabel ist somit ein gutes Beispiel für Veränderungen der Dorfstruktur nach Großbränden.
8 1,3 km • 3 min
Der letzte Rundling der Rundtour findet sich in Satemin. Mit ca. 20 Vierständer-Hallenhäusern gehört Satemin zu den größten Rundlingen der Gegend. Grund für die Größe des Dorfes ist ein Großbrand, der bereits im 14. Jahrhundert den Nachbarort Prilip vernichtete. Die zerstörten Häuser wurden daraufhin in den Sateminer Rundling integriert. Als das Dorf um 1850 erneut abbrannte, wurden die Häuser innerhalb weniger Monate einheitlich wiedererrichtet. Der Dorfplatz ist heute mit Rasen und Eichen bewachsen und von kopfsteinge-pflasterten Einfahrten umgeben.
Müde Besucher haben hier die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken und die gewonnenen Eindrücke auf sich wirken zu lassen.
Markthof | 29439 Satemin 25 | Tel. 05841 - 709 230 | www.markthof-satemin.de
Zurück zum Ausgangspunkt der Tour geht es über Gühlitz. Nach Lübeln sind es jetzt nur noch 4,9 km.
Die Gesamtstrecke beträgt 37,1 km. Die reine Fahrzeit liegt mit dem Auto bei etwa einer Stunde.
Der Streckenverlauf dieser Tour ist nicht ausgeschildert. Fahren Sie entweder nach Karte oder geben Sie die Zwischenziele in Ihr Navigationsgerät ein.
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