Kulturwanderweg Jagst - 3. Etappe Möckmühl bis Jagsthausen
Widdern, ist eine der kleinsten selbstständigen Städte Baden-Württembergs. Gegründet vom Bischof Wittero, entwickelte sie sich im 14. Jahrhundert zur Ganerbenstadt, in der Adelsfamilien wie Sickingen,...
Widdern, ist eine der kleinsten selbstständigen Städte Baden-Württembergs. Gegründet vom Bischof Wittero, entwickelte sie sich im 14. Jahrhundert zur Ganerbenstadt, in der Adelsfamilien wie Sickingen, Gemmingen, Neipperg und Berlichingen gemeinsam herrschten. Mit ihren Streifzügen als „Raubritter“ sorgten sie manches Mal für Unruhe. Heute ist Widdern ein lebendiges Zeitzeugnis der mittelalterlichen Politik „Teile und Herrsche“. Folge dem historischen Rundweg durch verschlungene Gassen, bestaune den Kaisersaal, das Schloss Gemmingen und die alte Stadtmauer, bevor es weiter nach Jagsthausen geht.
Wo einst der Limes die Jagst überschnitt, stehst du mitten in Goethes Drama. Die Burg Jagsthausen, bekannt durch die jährlichen Burgfestspieleum Götz von Berlichingen, gilt als nationales Kulturerbe. Das Weiße und Rote Schloss, Wachttürme und Zinnen prägen das Bild und machen die Region zum „Burgenland“. Ein lohnenswerter Abstecher führt dich nach Olnhausen, wo der Schmied die eiserne Hand anfertigte, mit der Götz nach seiner Verletzung bei Landshut sein Schicksal in die Hand nahm – Vorbild für moderne Prothesen.
Am Rande von Jagsthausen tauchst du in die Antike ein: 400 Meter hinter dem ehemaligen Limes offenbaren sich Reste eines römischen Kohortenkastellsund eines Badehausesmit Relief der Badgöttin Balnearis, dem „Wochengötterstein“ und antiken Skulpturen.
Auf dieser Etappe verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart zu einem unvergesslichen Erlebnis – nimm dir Zeit für Land und Leute!
Du beginnst deine Wanderung mitten in Möckmühlam lebendigen Marktplatz. Du folgst der Burgstraße, lässt Fachwerkhäuser und kleine Gassen hinter dir und steigst allmählich hinauf Richtung Ruchsen. Schon bald erblickst du hoch über dir die Ruine Engelburg – ein schöner Aussichtspunktfür eine erste Rast.
Hinter Ruchsensetzt du deinen Weg fort und kommst zur mächtigen, 84 Meter hohen Autobahnbrücke, die sich stolz über die Jagst spannt. Du überquerst den Fluss und wanderst an seinem Ufer entlang, bis du nach etwa drei Kilometern das mittelalterliche Widdernerreichst. Hier lohnt sich ein Abstecher durch den alten Ortskern mit seinen verwinkelten Gassen, am Schloss Gemmingen vorbei und bis zur Stadtmauer.
Nachdem du Widdern hinter dir gelassen hast, führt dich der Weg wieder ins Jagsttal. Du folgst den Hinweisschildern zum Limes, entdeckst römische Kastellreste und spürst das Flair antiker Soldatenlager.
Schließlich erreichst du Jagsthausen, dessen Schlosstor dich empfängt und in die Welt von Götz von Berlichingenentführt.
Hier endet deine Etappe und du kannst stolz auf deine Grenzland-Tour zurückblicken.
Befestigte Wege durch Dörfer. Geschotterte und unbefestigte Wege mit Anstiegen verbinden die attraktiven Dörfer miteinander.
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