Von Bad Dürrheim nach Villingen
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Als im Jahr 1822 eine große Salzlagerstätte in Dürrheim erschlossen wurde, stand die industrielle Herstellung von Speisesalz im Vordergrund. Erst 1851 nutzte man die als „weißes Gold“ aus der Tiefe geförderte...
Als im Jahr 1822 eine große Salzlagerstätte in Dürrheim erschlossen wurde, stand die industrielle Herstellung von Speisesalz im Vordergrund. Erst 1851 nutzte man die als „weißes Gold“ aus der Tiefe geförderte Sole für den Badebetrieb. Der Heilklimatische Kurort Bad Dürrheim ist heute das höchstgelegene Sole-Heilbad Europas in einer Höhe von 700 bis 800 m ü.NN.. Ein Relikt der 1972 eingestellten Salzproduktion ist der Salinensee. Heute wird er nur noch touristisch genutzt.
Vergeblich war die Soleförderung im benachbarten Königreich Württemberg. Wirtschaftliche Bedeutung hatte hier 200 Jahre lang der Torfabbau im Schwenninger Moos – vom ursprünglichen Moor ist nichts mehr vorhanden. Seine Regeneration wird durch Wiederverwässerung im nunmehr 75 Jahre bestehenden Naturschutzgebiet gefördert. Schautafeln entlang des Moorlehrpfades informieren über das Moos.
Auf dem Geschichts- und Naturlehrpfad Villingen-Schwenningen geht es weiter nach Villingen zum Aussichtsturm auf der Wanne.
Weitere Details im "Wanderservice Schwarzwald" des Schwarzwaldvereins: www.wanderservice-schwarzwald.de/r/17800179
Die Streckenwanderung startet in Bad Dürrheim beim Haus des Gastes in unmittelbarer Nähe des Busbahnhofs bzw. des Parkplatzes Stadtmitte. Beim Wegweiser „Hindenburgpark“ folgen wir zunächst dem Fernwanderweg „Schwarzwald – Jura – Bodensee“ des Schwarzwaldvereins und biegen mit seiner Markierung „grüne Raute auf gelbem Grund“ nach links in die Luisen- und Friedrichstraße ab. Weiter gehen wir an der Katholischen Kirche vorbei zum Kreisverkehr am „Adlerplatz“.
Ab hier begleiten uns die gelbe Raute und der kleine Bach „Stille Musel“ auf dem Salinenpfad zum Salinensee. Dort nehmen wir den rechten Uferweg, der uns zu einem weiteren kleinen See bringt. Anschließend geht es auf dem Unkenweg zu einem Wanderparkplatz an der Kreisstraße und über diese hinaus zur Weggabelung „Unkenweg“. Hier mündet der Ostweg des Schwarzwaldvereins ein, dem wir bis Villingen folgen.
An der Wittmannstalhütte vorbei, unterqueren wir eine Kreisstraße und gleich darauf die B27 und biegen dann nach links ins Naturschutzgebiet Schwenninger Moos ab. Am Geschichts- und Naturlehrpfad Villingen-Schwenningen treffen wir auf die erste Informationstafel. Hier stand bis 1865 das „hintere Bohrhaus“ zur Soleförderung direkt an der ehemaligen Landesgrenze zwischen dem Königreich Württemberg und dem Herzogtum Baden. Weitere Tafeln dokumentieren den Torfabbau im und die Grenze auf dem Moos.
Am Rand des Kugelmooses führt der geschichtsträchtige Waldweg zur „Hölzlekönigin“, die mit 42 m Höhe als Deutschlands größte Weißtanne galt bis sie 1990 zusammenbrach.
Vom Waldrand verläuft der Ostweg nunmehr befestigt zu den Bertholdshöfen und ab hier wieder gemeinsam mit dem „Schwarzwald – Jura – Bodensee“-Weg zum Villinger Aussichtsturm auf der Wanne. Der im Jahr 1888 errichtete 30 Meter hohe Stahlfachwerkturm zählt zu den ältesten seiner Art in Europa. Auf drei Plattformen bietet sich eine großartige Aussicht auf die Altstadt von Villingen. Von der Schwäbischen Alb im Osten reicht die Rundsicht bis zum Feldberg im Westen.
Nachdem wir die B33 unterquert haben, können wir nördlich am Gymnasium entlang den kürzesten Weg zum Bahnhof Villingen nehmen.
Wanderkarte des Schwarzwaldvereins und des Schwäbischen Albvereins im Maßstab 1:25.000 (Neue Serie):
W249 Villingen-Schwenningen (Baar, Rottweil, Schramberg) ISBN 978-3-86398-475-5
erhältlich im Buchhandel, der Touristinfo sowie der Hauptgeschäftsstelle des Schwarzwaldvereins in Freiburg www.schwarzwaldverein.de E-Mail: verkauf@schwarzwaldverein.de (Sonderpreis für Mitglieder!)
Feste Wanderschuhe mit gutem Profil, evtl. Teleskopstöcke; ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs
Die Route verläuft auf unkritischen Wegen.
Autobahn A81 AS 36 und AS 37; Bundesstraßen B27/B33 und B523.
Fahrplanauskunft:
SüdbadenBus Gesellschaft (SBG): www.suedbadenbus.de
Verkehrsverbund Schwarzwald-Baar: www.v-s-b.de
Nahverkehr Baden-Württemberg: www.efa-bw.de
Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de
Parkplatz Stadtmitte: Salinenstraße, 78073 Bad Dürrheim (UTM 465077 5318387)
Vor der Rückfahrt lohnt sich ein ausgedehnter Rundgang durch die historische badische Altstadt von Villingen.
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